Bis hin zur Auferstehung

„… und der Herr wird ihn aufrichten …“ – Jak 5,15

(Predigt) „Bei diesem Aufrichten können wir an Verschiedenes denken: einmal daran, dass Menschen jetzt und hier von einer Krankheit, einem Leiden befreit werden und buchstäblich wieder aufstehen von ihrem Lager. Einmal wurde ich zu einem sterbenskranken Mann ins Krankenhaus gerufen. Ein Kirchengemeinderat war mit mir dort. Wir beteten mit ihm und für ihn; feierten mit ihm das Hl. Abendmahl. Wie durch ein Wunder kam der Mann noch einmal auf, durfte nach Hause und hat noch über ein Jahr an unseren Gottesdiensten teilgenommen. …

Aufgerichtet werden kann auch so aussehen, dass der Kranke innerlich aufgerichtet wird. Es fließen ihm Kräfte zu, die ihn innerlich stark machen gegen die Macht der Krankheit, die ihn innerlich aufstehen lassen, so dass er frei dazu wird, sein Leiden zu akzeptieren, mit ihm zu leben und sein Leben trotzdem noch erwartungsvoll zu gestalten. …

Schließlich aber weist dieses Aufrichten, das der Herr wirkt, auch noch über alles hinaus, was wir in dieser Zeit und Welt erfahren können: auf die Auferstehung aus dem Tod. Das ist die letzte und eigentliche Realität der Heilung und des Heils, mit der wir rechnen. Und darauf läuft der Dienst hinaus, den die Kirche an ihren Schwerkranken und Todkranken tun kann: dass sie wissen, ich bin gerettet für die Ewigkeit, für die kommende neue Welt Gottes; dass sie den Herrn bei sich haben, der selber auferstanden ist von den Toten und auch uns nicht im Tode lässt …“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.