Jenseits unserer Möglichkeiten

„Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch“ – 1 Petr 5,7

(Predigt, Erntebetstunde) „… Lassen auch wir es uns in dieser Abendstunde wieder sagen, und machen wir es uns bewusst: Der Schöpfer ist am Werk. Er sorgt für uns. Von Anbeginn der Welt hat er für die Lebewesen ge­sorgt, die er geschaffen hat. Er hat dafür gesorgt, dass ihnen der Tisch reich gedeckt ist. ‚Herr, du hilfst Menschen und Tieren’. Der Mensch kann heutzutage viel machen, mehr als jemals zuvor. Es gibt nun sogar gen-technische Möglichkeiten. Wir hoffen, dass sie zum Nutzen von Menschen und Tieren eingesetzt werden, zum Segen und nicht zum Fluch. Aber das Entscheidende kann der Mensch immer noch nicht und wird es nie können: er kann nicht das Geringste erschaffen; er kann nicht das kleinste Samen­körnlein herstellen; er kann nicht eine einzige, noch so einfach strukturierte Zelle eines pflanzlichen Organismus bauen; und die Kräfte des Keimens, des Wachsens und schließlich des Reifens bis zur Furcht – der Mensch hat damit nichts zu tun, das alles liegt jenseits unserer Möglichkeiten. Der Mensch kann immer nur Erschaffenes bearbeiten, er kann immer nur mit Gegebenem umgehen. Und so sind und bleiben wir im Entscheidenden und Wesentlichen auf die Schöpfermacht unseres Gottes angewiesen, und wir leben von seiner väterlichen Fürsorge Jahr um Jahr. Darum wollen wir zu ihm kommen mit den Gedanken, die wir uns um unsere Lebensgrundlagen machen. …“

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