Keine Heiligen?

„Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch …“ – 1 Thess 5,14ff.,23

(Predigt) „Liebe Gemeinde, all zu schnell sind wir mit der Auskunft bei der Hand, wir oder auch andere seien freilich ‚keine Heiligen’. Schade! Als ob von Christen nichts Besonderes zu erwarten wäre. Hier, im 1. Thessalo­nicher-Brief ist so eine Stelle, wo es vom Apostel in aller Form über uns ausgesprochen wird, und es ist mehr als ein frommer Wunsch: ‚Er aber, der Gott des Frie­dens, heilige euch durch und durch’. Fest wird damit gerechnet, dass Durchgreifendes an uns geschieht und schon im Gang ist; dass Geist, Seele und Leib davon erfasst und so in Form gebracht werden, dass sie schließlich keinen Schaden mehr nehmen können vom Bösen her; dass schließlich nichts mehr zu wünschen übrig bleibt; dass Jesus Christus an seinem Tag, wenn er endgültig aus seiner Verborgenheit hervortreten wird, uns mit Freude aufneh­men kann in sein ewiges Reich.

Was ist also dran, wenn wir sagen: ‚Heilige sind wir freilich keine; das kann man auch von niemand verlangen’? Richtig! Verlangen kann man’s von niemand. Aber Gott zutrauen, dass er Heilige aus uns macht, ihm, dem Gott des Friedens, dem Gott des schalom, wie es auf hebräisch heißen würde, also dem Gott, der in Jesus Christus für umfassendes Heil sorgt, das können wir, und das sollten wir unbedingt! ‚Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.’ …“

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