Kirchenruine

„Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem anderen bleiben …“ – Matth 24,2

(Predigt) „… Auch ich habe mich schon dabei ertappt, beim Anblick einer Kirche, eines Doms, eine Münsters, einer Kathedrale oder wenn ich mir diese großartigen Gebäude innerlich vorgestellt habe, dass ich mir gesagt habe: Das steht fest für alle Zeiten, das ist geradezu für die Ewigkeit gebaut, und mit diesen großartigen Bauten bleibt doch wohl auch unsere Kirche stabil und fest verankert in unsrem Volk. Umso erschütterter war ich, als ich einmal in der ehemaligen DDR mitten in der Dorfgemeinde eines uns befreundeten Pfarrers vor einer Kirche stand, die im Lauf der Zeit einfach eingefallen und zusammengestürzt war und von der nur noch ein paar Steine herumlagen, von Gesträuch überwuchert. Nicht nur um das Gebäude tat es mir leid. Sollte es zugleich ein Bild sein für das, was mit unserer Volkskirche, diesem Tempel, der einmal so glanzvoll dastand, passieren kann?

Erschreckend, diese Ansage Jesu über den Tempel. Zugleich eine Aufforderung, uns stattdessen an ihn zu halten, an das einzig wahre Gotteszeichen, das ewig ist, an das uns gegebene Wahrzeichen Gottes. …“

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