Statt esoterischer Träume

„Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen …“ – Hebr 9,27f

(Predigt) „… Auf der Heils­seite ist es mit dieser Tat nun genau so geworden wie auf der Unheilsseite. Auf der Unheilsseite, die wir zu verantwor­ten ha­ben, geht es schon immer so: ‚Es ist den Menschen be­stimmt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.’ Ja, liebe Gemeinde, nichts ist dran an den Träumen der Esoteriker, die heute so viel Wind machen. Sie träumen von mehreren Daseins­durchgängen, in denen wir jeweils Gelegenheit hätten, unser Le­ben noch einmal neu zu gestalten. Die ernste und durchaus er­schreckende Realität dagegen sieht so aus: Einmal, unwiederhol­bar läuft das Ganze ab und wird mit dem Tod abgeschlossen; und dann muss Rechenschaft abge­legt werden.

Aber nun geht es auf der Heilsseite, die Gott verantwortet, und die der Unheilsseite entgegensteht, genauso: Christus ist einmal erschienen und geopfert worden, die Sünden vieler wegzuneh­men. Ein- für allemal, aus und fertig! Damit hat es sich nun auch! Zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil. Ja, liebe Gemeinde, mit diesem Opfer hat Gott ganze Arbeit für uns gemacht. Da braucht nichts mehr wiederholt oder nachgeholt zu werden, da fehlt nichts mehr; im Gegensatz zum ersten Bund, wo man unter der Last der ständi­gen Wiederholung steht. ‚Es ist vollbracht’ ruft Christus am Kreuz aus. Er ist mit seinem Erlösungswerk am Ziel! Und so ist es dann auch und erst recht nichts mit den Alp­träumen, die die Esoteriker bei den Menschen auslösen mit der­selben Re-Inkarna­tions-Lehre. Es wäre doch nichts anderes als ein Alptraum, den wir uns da einhandeln würden, den Alptraum, ständig wiederkeh­ren, uns ständig wiederver­körpern zu müssen, um vielleicht ir­gendwann eine höhere Stufe des Menschseins zu erlangen oder aber auch niemals …“

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