Schon/noch nicht

„Wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden“ – 1 Joh 3,2

(Predigt) „… Hier haben wir diese berühmte Doppel-Bestimmung, die beschreibt, wie es um uns Christen steht: Schon jetzt einerseits, und andererseits: noch nicht. Wir sind schon ganz andere, ganz neu geworden. Aber das ist noch verborgen, weithin verborgen, oft auch ganz. Das kann uns schwer zu schaffen machen. …

Das fragen jetzt viele im Blick auf 2000 Jahre Christentum. Was hat sich geändert? Ist es in der Welt anders, besser geworden? Manche meinen sogar, der christliche Glaube habe mehr Schaden angerichtet als Gutes bewirkt. Aber damit liegen sie wohl völlig daneben. Dieser Tage las ich in einem Artikel eines Landessynodalen, was sich alles an Positivem aufzählen lässt: Christliche Kultur, wozu z.B. die Einführung des Sonntags gehört; christliche Maßstäbe prägten über Jahrhunderte die Gesetzgebung und das Werte-Bewusstsein ganzer Weltteile – die allgemeinen Menschenrechte atmen christlichen Geist; eine Vielzahl lebensfördernder Bewegungen und Einrichtungen verdanken sich dem christlichen Glauben: das Rote Kreuz z.B. Der weltweite Fortschritt in Wissenschaft und Technik ist ohne die Verbreitung der biblischen Wahrheit undenkbar usw. …“

(Predigt) „… Unsere Botschaft lässt keinen Zweifel daran, dass der Tag der Offenbarung kommt. Er, Jesus Christus, dem wir alles verdanken, wird offenbar werden, und dann werden auch wir, so wage ich einmal zu sagen, ganz groß herauskommen als Menschen, die wirklich rundum, durch und durch gut und recht geworden sind. ‚Wir werden ihm gleich sein, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.’ Gottes Sohn hat in seiner Menschwerdung menschliches Wesen angenommen mit dem Ziel, dass am Ende unser Menschenwesen ihm in seiner Herrlichkeit ähnlich, ja gleich wird. Nur so können wir ihm gegenübertreten, nur so können wir ihn sehen. Und wir werden ihn sehen, wie er ist. …“

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