Heidenmission

Erscheinungsfest – Matth 2,1ff

(Predigt) „… ‚Der du zum Heil erschienen der allerärmsten Welt’ heißt es in einem unserer Lieder. Ja, so ist Erscheinung am Erscheinungsfest gemeint: Gott ist erschienen, er ist uns zu Hilfe gekommen. Am besten denken wir an einen Kampf, bei dem es um Leben und Tod geht, ja, um noch mehr, um Seligkeit und Verdammnis. Wir haben diesen Kampf zu führen, und wir haben gewaltige Mächte gegen uns, die uns in Tod und Verderben hineinreißen wollen, und wir haben keine Chance gegen sie. Mächte sind es, die bereits in uns und über uns herrschen. Nun aber ist in dem Kind von Bethlehem, in der Geburt Christi Gott selber auf dem Kampffeld erschienen mit seiner ganzen Heilsmacht. Nun kann und wird sich alles wenden. Nun stehen die Zeichen auf Sieg.

Auf Sieg für wen? An dieser Stelle bringt das Erscheinungsfest nun noch einen besonderen Akzent in das Ganze hinein: Gott kommt mit seinem Erscheinen nicht nur Israel zu Hilfe, ihnen zuerst, sondern auch den anderen, auch der ganzen großen Welt der Heiden. Die Weisen aus dem Morgenland gehören in diese Welt hinein; sie sind die Repräsentanten der heidnischen Welt und ihrer Weisheit, ja, sie stehen im besonderen für die östliche Weisheit, die ja auch in unseren Tagen eine so große Rolle spielt. Ihre größte Weisheit bestand darin, dass sie sich vom Stern zum neugeborenen König der Juden nach Bethlehem führen ließen, dass sie ihn anbeteten, und dass sie die Botschaft von seiner Herrlichkeit in ihr Land mitnahmen.

So ist das Erscheinungsfest zugleich zum Fest der Mission geworden, vor allem der Heidenmission. Alle Menschen in aller Welt sollen erfahren, dass Gott ihnen zum Heil erschienen ist in Christus. In diesem Auftrag waren damals die Apostel unterwegs, und heute sind es die Missionare der Kirche. …“

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