Die Kreuzzüge

Es ist Mode geworden, der christlichen Kirche und ihrer Geschichte Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten en masse anzulasten. Notorisch gehören die Kreuzzüge an vorderster Stelle dazu. Tatsächlich war es beispielsweise der ansonsten hochverehrte Mensch und Zisterzienser-Abt, der Heilige Bernhard von Clairvaux, der in ganz Europa für die Kreuzzugsidee warb. Wie konnte es dazu kommen?

Bei einer Staufer-Ausstellung in Stuttgart war vor Jahren u.a. auch die mehrere Quadratmeter große Ebstorfer Weltkarte zu bestaunen. Als ich vor dieser Karte stand und sie näher betrachtete, wurde mir schlagartig klar, wie die Motivationslage für die abendländische Christenheit damals wohl aussah. Auf dieser Karte ist die Erde als Kreis, als Weltkreis, dargestellt, den von hinten eine Christus-Figur umfasst: oben (Osten!) schaut der Kopf Christi hervor, seitlich seine beiden Hände, unten die Füße. Die Mitte des Erdkreises bildet – Jerusalem, Jerusalem also als Mittelpunkt, als Nabel der Welt. In das Viereck der Mauern Jerusalems ist wiederum Christus hineingemalt, der aus dem Grab aufersteht.

Sollten es die Christen auf Dauer hinnehmen können, dass sich die (christliche) Mitte des von Christus umfassten Weltkreises in den Händen der Moslems, also der Heiden befand, die nicht nur einst das Heilige Land mit Jerusalem, sondern inzwischen weite Teile der christlichen Welt im ganzen Vorderen Orient, um das Mittelmeer herum und bis hinein nach Zentralasien mit Feuer und Schwert ihren Reichen einverleibt hatten? Sollten Christen es auf Dauer hinnehmen, dass christliche Jerusalem-Pilger Schwierigkeiten und Angriffen ausgesetzt waren? War es die christliche Ritterschaft, waren es die Inhaber der weltlichen Gewalt, die die Christenheit zu schützen hatten, nicht dem Herrn der Kirche schuldig, endlich auf den Plan zu treten und den aggressiven Moslem-Völkerschaften Paroli zu bieten, war es nicht längst an der Zeit, Jerusalem und das Heilige Land zu befreien?

Insoweit habe ich durchaus Verständnis für die Kreuzzugsidee. Nach wie vor gehe ich davon aus, dass die Kreuzzüge als Reaktion auf die muslimischen Eroberungszüge im Mittelmeer-Raum ihre Berechtigung hatten. Die Kreuzzüge wurden in ihrem Verlauf dann allerdings kein Ruhmesblatt für die abendländische Christenheit; das gilt vor allem im Blick auf die mit den Kreuzzügen einhergehenden Juden-Pogrome, die übrigens Bernhard von Clairvaux mit aller Macht zu verhindern suchte, und natürlich im Blick auf den Angriff auf das christliche Konstantinopel.

Die islamische Aggression hat sich danach bekanntlich fortgesetzt. 1453 wurde Konstantinopel erobert; 1529 und noch einmal 1683 standen die Türken vor Wien. Dass sie aufgehalten werden konnten, forderte dem christlichen Abendland gewaltige Anstrengungen und massenhaft Opfer ab.

Heute werden Menschen, die dem Islam und seinen Zielen gegenüber skeptisch sind, bei uns als „islamophob“ diffamiert, auch von kirchlichen Wortführern. Ich kann mich nur wundern. Will man total ausblenden, welches Droh-Potential die islamisch-expansiven Völkerschaften von Anfang an über Jahrhunderte hinweg entwickelten? Nicht einmal der islamistische Terror-Akt vom 11.09.2001, nicht einmal unzählige sonstige Terrorakte gleicher Provenienz, von denen sozusagen täglich berichtet wird, können unsere Gesellschaft anscheinend davon abhalten, das Lügenmärchen zu glauben, Islam bedeute „Frieden“.

Aus einem islamistischen Gedicht: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“ (zitiert in Israelreport 4/2010, S. 7 von Johannes Gerloff).

Thilo Sarrazin schreibt in seinem 20104 erschienenen Buch „Deutschland schafft sich ab“: „ … Dabei ist der Zusammenhang zwischen Gewalt und Islam seit dessen Geburtsstunde völlig offenkundig: Der Prophet Mohammed begann unmittelbar nach seinen Offenbarungen mit der gewaltsamen Ausbreitung des Islam, der Tötung und Vertreibung Andersgläubiger. Das Christentum dagegen überstand 350 Jahre Verfolgung und Unterdrückung, ehe es von Kaiser Konstantin als Religion anerkannt wurde. 1000 Jahre lang war die Geschichte des Islam von der gewaltsamen Eroberung christlicher Staaten begleitet, nur kurzzeitig unterbrochen durch die militärisch letztlich erfolglose Gegenbewegung der Kreuzzüge.“ (S. 280 – Hervorhebung von mir)

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