Victory-Zeichen

Christus-Hymnus – Phil 2,6ff

(Predigt) „… Zu Beginn der Karwoche, wird uns mit dem Abschnitt aus dem Philipper-Brief der Christusweg in einer Gesamtschau vor Augen gestellt, der Christusweg als einzigartiges Mysterium göttlicher Liebe. Im Konfirmandenunterricht versuchen wir immer, diesen Weg graphisch darzustellen, mit einer Linie, die nach oben oder nach unten führen kann. …
Was für eine Linie oder Kurve ergibt sich? Schließlich wird uns dann klar: Es ergibt sich so etwas wie ein großes „V“. Das „V“ setzt sich aus zwei Linien zusammen, aus einer, die links steil von oben nach unten führt und aus einer zweiten, rechts, ebenso steil wieder von unten nach oben. …

Erniedrigung und Erhöhung, das sind die beiden Vorgänge, aus denen sich der Christusweg zusammensetzt, genauer: Selbst-Erniedrigung aus der Gott-Gleichheit über die Menschwerdung bis zum Tod am Kreuz, und dann Erhöhung durch Gott über Auferstehung und Himmelfahrt bis zum Platz zur Rechten Gottes. … …

Noch einmal zurück zum „V“-Zeichen: Dieses Zeichen ist uns allen ja aus anderem Zusammenhang bekannt als das ‚Victory’-Zeichen. Oft und oft ist es uns in den letzten Jahren begegnet bei bedrängten Menschen in den osteuropäischen Ländern. Mit ihm zeigten diese Menschen ihre Zuversicht an, dass die gerechte Sache doch endlich siegen würde. Wenn wir in diesem Zeichen mit seinem abfallenden und seinem aufsteigenden Teil den Christusweg abgebildet sehen, dann könnte dieses Zeichen auch und gerade unser Zeichen, ein Zeichen der Christen sein; dann könnte es ihre Zuversicht, nein, ihre felsenfeste Gewissheit ausdrücken, die sie für sich und die ganze Welt haben, die Gewissheit, dass die gerechte Sache ihres Herrn siegen wird. …“

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