Ich Chef, du nix?

„Ich bin der Herr, dein Gott … Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ – 2 Mose 20,2f

(Predigt) „… Erstaunt stellen wir bei näherer Betrachtung fest, dass dieses Gebot gar nicht mit ‚Du sollst’ oder ‚du sollst nicht’ anfängt.

Ich bin der Herr, dein Gott.’ Das könnte man als despotischen Herrschaftsanspruch missverstehen nach dem Motto: Ich Chef, du nix. Es ist total anders gemeint, liebe Gemeinde. Zu Beginn stellt Gott sich hier vor und erinnert daran, was er für sein Volk getan hat. ‚Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt habe.’ Ihr Menschen meines Volks, meiner Gemeinde habt ja schon Erfahrungen mit mir gemacht, will Gott sagen. Ihr habt mich kennengelernt. Ihr wisst, wie ich’s mit euch meine. Ihr habt einen Begriff von meiner Macht bekommen und am eigenen Leib erfahren, wie ich sie euch zur Hilfe, zur Rettung, zum Heil eingesetzt habe. Wunder über Wunder habe ich an euch getan. Auch jetzt und in Zukunft bin und bleibe ich dieser Gott, der für euch da ist. Wenn es so ist, liebe Gemeinde, dann ergibt sich daraus quasi von selbst das erste Gebot: ‚Du sollst keine anderen Götter neben mir haben’, nicht wahr? …

Inzwischen ist Gott in seinen Wundertaten, in seinen Befreiungswundern für die Menschen noch weiter gegangen. Jesus Christus ist erschienen. Bei ihm finden wir Erlösung, Befreiung noch in einem ganz anderen Sinn. …“

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