Trotz Widerspruch und Widersinn

„So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt“ – Hebr 5,8

(Predigt) „… Zum Wesen des Gehorsams gehört ganz allgemein, dass wir Weisungen einer für uns zuständigen Autorität befolgen, und zwar gerade auch dann, wenn uns Sinn und Zweck dieser Weisungen nicht oder noch nicht einsichtig sind. Gehorsam ist immer gekoppelt mit Vertrauen zu der weisungsbefugten Autorität.

Das Kind gehorcht Vater oder Mutter, indem es davon ausgeht: Die Eltern haben sicher ihre guten Gründe, warum sie es so und nicht anders haben wollen, und darum will ich’s tun, auch wenn es mir gar nicht einleuchtet. Das ist Gehorsam.

Diesen Gehorsam, den Gehorsam schlechthin, hat Jesus an dem, was er litt, gelernt. Er sah in dem Weg, der vor ihm lag, nichts als Widerspruch und Widersinn zu dem, was ihm als dem Sohn Gottes eigentlich zustand. Und dennoch ließ er sich dann diesen Weg in sein unschuldiges Leiden und Sterben hinein Schritt für Schritt führen. Er musste sich dabei jedes mal neu und jedes mal noch mehr überwinden. So wurde er dem Vater Schritt für Schritt gehorsam. …“

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