Zum biblischen Frauenbild

Die Frau in der Bibel – ein ergiebiges Thema. In heutiger Zeit besonders bedeutsam: Welches Frauenbild vermittelt die Bibel?

Damit es bei der Auswahl der Belege nicht zu emanzipatorischen bzw. feministischen Einseitigkeiten kommt, sollten auch folgende Aussagen einbezogen werden:

– „Es ist nicht gut, dass der Mensch (‚adam’) allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die um ihn sei“ (1 Mose 2,18). Anmerkung: „Als Gott den Adam erschuf, probte sie nur“ (Feministische Interpretation, karikiert).

– „Und zum Weibe sprach er (Gott): Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein“ (1 Mose 3,16 – dies ist nicht etwa als Schöpfungsordnung, sondern als Verhängnis infolge des Sündenfalls zu verstehen!)

– Die Schilderung der kinderlosen und darum unglücklichen Frauen des Alten und Neuen Testaments und ihr grenzenloses Glück, wenn sie doch noch Mutter werden können – von Sara (1 Mose 18,10) über Hanna (1 Sam 1) bis zu Elisabeth (Lk 1,13).

– „… der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, dass sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!“ (Ps 113,9)

– „Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein Geschenk“ (Ps 127,3)

– „Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie junge Ölbäume um deinen Tisch her“ (Ps 128,3)

– „Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. Sie tut ihm Liebes und kein Leid ihr Leben lang. Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gern mit ihren Händen. Sie ist wie ein Kaufmannsschiff; ihren Unterhalt bringt sie von ferne. Sie steht vor Tage auf und gibt Speise ihrem Hause, und dem Gesinde, was ihm zukommt. Sie trachtet nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg vom Ertrag ihrer Hände. … Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Bedürftigen. … Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung. … Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den Herrn fürchtet, soll man loben“ (Sprüche 31,10ff).

– „(Der Mann) ist Gottes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau von dem Mann. … Doch in dem Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann noch der Mann etwas ohne die Frau; denn wie die Frau von dem Mann, so kommt auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott“ (1 Kor 11,7ff).

– „Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. … Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben …“ (Eph 5,21ff).

– „… Desgleichen (will ich), dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Zucht …, wie sich’s ziemt für Frauen, die ihre Frömmigkeit bekunden wollen, mit guten Werken. … Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre, auch nicht, dass sie über den Mann Herr sei, sondern sie sei still. Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen. Sie wird aber selig werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben …“ (1 Tim 2,9ff)

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