Merkmal für wen?

„Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt …“ – 1 Mose 9,13

(Predigt) „… Das dritte Gnadenwunder ist das populärste: Der Regenbogen als äußeres Zeichen dieses Bundesschlusses. Gott belässt es nicht bei seinem Versprechen, mit dem er sich bindet. Er macht diesen Bundesschluss sozusagen vor aller Welt aktenkundig, dokumen­tiert ihn vor aller Welt mit seinem Bogen, den er in die Wolken gesetzt hat. Wolken, Wetterwolken erinnern an die Sintflut, an die Wassermassen, die alles unter sich begraben haben. Aber gerade, wenn es wieder bedrohlich aussieht, wenn sich wieder etwas zusammenbraut über unserer Welt, zeigt sich auch dieses wunderbare Gebilde des Regenbogens. Keiner schaut dieses Zeichen, ohne von seiner Schönheit, seiner Größe, von seinem Geheimnis berührt zu werden, wenn es im Wolkendunkel auf­leuchtet und sich himmelhoch über die Erde wölbt – auch wenn wir diese Erscheinung inzwischen wissenschaftlich verhältnismä­ßig einfach erklären können.

Dabei lässt uns eine Angabe unserer Geschichte noch einmal besonders aufhorchen: ‚Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier’ (9,16). Demnach ist der Regenbogen also nicht nur das Gnaden-Zeichen für uns Men­schen, sondern auch und vor allem Erinnerungs-Zeichen für Gott. Ja, ihn selber soll der Regenbogen an sein ein- für allemal gege­benes Versprechen gemahnen und so sicherstellen, dass er sich unter allen Umständen daran hält. …“

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