Glaubenserfahrungen

„… wo wir über die Maßen beschwert waren … und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müssten sterben. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt …“ – 1 Kor 1,8f

(Predigt) „… Das, liebe Gemeinde, ist der Stoff, aus dem die Gottes- bzw. Glaubenserfahrungen sind, die ein Elia und ein Paulus bezeugen können. Sie sehen anders aus als das, was die ‚Überapostel’ dafür ausgeben.

Paulus sieht es im Rückblick so: Es hatte wohl seinen guten Sinn, dass er als Apostel Jesu Christi in eine derart verzweifelte Lage kam. ‚Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt.’ Nicht auf uns selbst! Bei dieser Aussage hat Paulus sicherlich seine Konkurrenten im Blick, die allzuleicht von dem ausgehen, was sie selbst sind, darstellen und haben, beispielsweise von ihrer Gesundheit und ihrer ungefährdeten Existenz, und die behaupten, das seien die untrüglichen Zeichen dessen, dass Gott sich zu ihnen bekenne.

Von dem allem blieb Paulus in jener Lage nichts mehr. An ihm selbst, dem Todgeweihten war nichts mehr, woran er sich hätte halten, woran er hätte ablesen können, dass Gott hinter ihm stehe. Nur eines blieb ihm, und darauf kam es an: Er konnte darauf vertrauen, dass Gott auch mit denen, ja, sogar gerade mit denen, die nichts mehr sind, mit den Toten, seine Mission fortsetzt und zum Ziel bringt, indem er sie auferweckt. …“

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