Mose – Jesus

Mose und Jesus entsprechen einander typologisch. Im Matthäus-Evangelium springt diese Typologie besonders ins Auge.

Besonders bedeutsam ist dabei die Entsprechung zwischen Mose, der auf dem Berg Sinai die Gebote empfängt, um sie dem Volk Israel zu überbringen, und Jesus, der ebenfalls auf einen Berg („Berg der Seligpreisungen“) geht, um seine Jünger zu lehren, Matth 5,1f. War das Gesetz Moses die Lebensordnung für Israel, so ist die Bergpredigt Jesu (Matth 5-7) die Lebensordnung für das neue Volk Gottes aus Juden und Heiden, das sich um Jesus sammelt. Die alte Lebensordnung wird dabei nicht außer Kraft gesetzt, aber sie wird überboten. „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist … Ich aber sage euch …“ Matth 5,21ff.

Anmerkung: Matth 5,1 heißt es von Jesus: „… ging er auf einen Berg und setzte sich“. Dieses „sich setzen“ ist der Gestus der Lehrenden. Von daher: „Lehrstuhl“, griech. „kathedra“, „Katheder“, „Kathedrale“, päpstliche Lehräußerungen „ex kathedra“.

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