Gleichschaltung droht

„… die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild und die Zahl seines Namens …“ – Offb 15,2

(Predigt) „… Damit kommen wir nun ganz hinein in die verschlüsselte Sprache des letzten Buches der Bibel. Aber die Entschlüsselung ist gar nicht so schwierig. Mit dem Tier sind teuflische Mächte gemeint. Sie sind Ausgeburten des Meeres; das Meer steht für die gegen Gott und seinen Christus tobende Welt. Sie kommen in der letzten Weltzeit empor, um die Menschheit zu verführen und sich alles zu unterwerfen. Dieses Tier in seiner jeweiligen Ausformung lässt dann auch überall sein Bild aufstellen und verlangt dessen Anbetung. Und schließlich wird die Zahl seines Namens ausgegeben, die jeder an sich tragen muss, wenn er gesellschaftsfähig bleiben und nicht geächtet werden will.

Wir erkennen unschwer, dass damit die Wirklichkeit beschrieben ist, in der wir leben, vor der Christen immer wieder stehen. Das Tier aus dem Abgrund – zweifellos ist es in unserem Jahrhundert z.B. in dem erschienen, der sich Führer nannte und in Wirklich­keit ein teuflischer Verführer war. Auf Gleichschaltung lief alles hinaus. Wehe dem, der seinem Bild nicht Reverenz erwies. Wehe dem, der die verordneten Malzeichen nicht an sich trug. Mit ganz Ähnlichem waren die Menschen und vor allem die Christen bis vor kurzem im kom­munistischen Ostblock konfrontiert.

Und was ist mit uns hier und heute? Immer öfter, wenn ich den Fernseher einschalte, treffe ich auf eine Sendung, in der Kirche und Christ­sein lächerlich ge­macht und angegriffen werden. Diese Woche in Sat 1, eine Sendung mit Luise Rinser, deren Bücher ich z.T. sehr schätze. Inzwischen ist sie offenbar Zen-Buddhistin geworden. Angriff gegen die Kirche: Die Kirche rede den Menschen Sün­denbe­wusstsein ein. ‚Ich habe nie ein Sündenbewusstsein gehabt’ sagt Luise Rinser. Und das in einer Welt voller Unrecht und Krimi­nalität! Die Kirche habe schöne Rituale, beispielsweise im Abendmahl: ‚Nehmt und esst, das ist mein Leib’, aber natürlich sei das nicht auf Jesus, sondern auf den Kosmos zu beziehen. Als beispielhaft wurde ein Mann hingestellt, der sich entschloss, ab sofort nichts mehr im christli­chen Sinn zu glauben. Ich habe den Eindruck: Bei uns hier und heute sind Mächte, die gegen den biblischen Gott agieren und die Menschen zu vereinnahmen und gleichzuschalten versuchen, kräftig auf dem Vormarsch, und die Kirche geht einer neuen Verfolgung entgegen, ja, sie ist schon im Gang – ideologisch-gesellschaftlich….“

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