Gericht

„… der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute“ – Matth 7,24

(Predigt) „…Der kluge Mann baut vor. Dazu gehört im Land Israel, dass man sich nicht täuschen lässt von langen Trockenzeiten, von scheinbar endlosen Schönwetterperioden, dass man sich nicht verleiten lässt, den bequemen Weg zu wählen und auf Sand zu bauen. Auf einmal kommt doch der Winter mit tagelang anhaltenden Platzregen und heftigen Winden. Durch harmlos und sicher erscheinende Trockentäler stürzen plötzlich wilde Wassermassen. Straßen werden unpassierbar. Auf Sand gebaute Häuser fallen ein und werden fortgerissen. Nur was auf Fels gebaut ist, kann bestehen. Ein Narr, der das beim Bau seines Hauses nicht bedenken und daraus die Konsequenzen ziehen würde.

Bei der Lebensordnung, die Jesus seiner Gemeinde in der Bergpredigt gibt, könnte man auf den Gedanken kommen, sie sei eher etwas für närrische Leute, sie tauge nicht für diese Welt, man könne mit ihr nur immer zu kurz kommen und es sei darum nicht sinnvoll, sein Lebenshaus darauf aufzubauen. Jesus lenkt unsere Aufmerksamkeit auf den Tag des Gerichts und stellt uns vor die einzig wichtige Frage, was dann Bestand haben kann und Bestand haben wird, wenn dieser Tag kommt. Von daher gesehen ist in Wirklichkeit der Mensch klug, der die Rede Jesu hört und dann auch tut; der, der sein Lebenshaus so baut, dass er sich auf das Reich Gottes einstellt; der sich von Jesus sagen lässt, welche Lebensordnung in diesem Reich gilt; der sich von Jesus helfen lässt, diese Lebensordnung zu praktizieren. Sein Lebenshaus wird feststehen, wenn das Gericht kommt; denn es ist auf Fels gebaut, auf die fundamentalen Gegebenheiten der kommenden neuen Welt Gottes. …“

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