Neues Lied/alte Noten

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“ – Psalm 98,1

(Predigt) „… Lassen wir uns die vergangene Woche oder auch eine längere Zeitspanne noch einmal durch den Kopf gehen. Haben wir vielleicht ganz persönlich Grund, vom alten Lied endlich Abstand zu nehmen? Haben wir in irgend einer Weise Gottes Hilfe erfah­ren, die Auferstehungskraft unseres Herrn, die uns aus Tiefen herausgeholt, getröstet, geheilt, ermutigt, weitergebracht hat?

Dann sollten wir ein Lied des Dankes und des Lobes Gottes anstimmen. So ist das ja mit dem neuen Lied, das wir dem Herrn singen sollen, gemeint. Nicht gemeint ist, dass wir unser Gesang­buch zumachen und weglegen und uns auf die Suche nach Liedern machen sollen, die in unserer Zeit entstehen. Nein, es geht – im Gegensatz zum alten Lied, dem Jammer- und Klagelied – um das Loblied, das Danklied, das Glaubenslied, das Ver­trauenslied, das Lied der Hoffnung, das Bekenntnislied, das Lied zur Ehre Gottes – durchaus auch mit althergebrachten Worten, durchaus auch mit jahrhundertealten Noten, Tönen und Klängen. Unser bisheriges Gesangbuch ist voll von solchen neuen Liedern. Und im neuen Gesangbuch, das noch dieses Jahr heraus­kommt und am ersten Advent eingeführt wird, wird es ebenso sein – lauter neue Lieder in diesem Sinn. Sie rühmen die großen Taten Gottes, sie rühmen die Christus-Tat, ob sie nun in alter oder neuer Zeit entstanden sind….“

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