Synagoge satanisch

„Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sei seien Juden, und sind’s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans“ – Offb 2,9

(Predigt) „… Die Gemeinde in Smyrna bestand vermutlich zu einem großen Teil aus Juden, die zum Glauben an Jesus Christus gekommen waren. Juden gab es schon damals überall auf der Welt. Vor allem der Sieg der Römer im jüdischen Krieg im Jahr 70 n.Chr. hatte noch einmal eine Zerstreuung der Juden in alle Welt zur Folge. Diese christliche Gemeinde in Smyrna hatte nun offensichtlich unter Angriffen nichtstaatlicher Kräfte zu leiden – es war die Synagoge, die ihnen entgegenstand, also der Teil der Juden in Smyrna, die Jesus und seine Sendung, seinen Anspruch als Messias ablehnten. Sie meinten sicherlich, Gott einen Dienst zu tun, wenn sie diese Christen unter Druck setzten und in Bedrängnis brachten – wie vorher in der Schriftlesung als Ankündigung Jesu gehört.

Äußerlich gesehen bot die christliche Gemeinde vielleicht schon immer, aber erst recht jetzt ein eher jämmerliches Bild. … Die Armut, Armseligkeit, Wehrlosigkeit, die die christliche Gemeinde in der Nachfolge ihres Herrn auf sich nimmt, bietet auch genug Ansatzpunkte für Hohn, Spott und Lästerung. ‚Ihr wollt Erlöste sein, ihr wollt das Heil erlangt haben durch diesen Jesus – lasst es sehen. Befreit euch aus eurer Lage!’ ‚Ist er der König Israels, so steige er nun vom Kreuz herab’ lästerte man schon Jesus. Und man wollte auch noch einen Schritt weiter gehen. Christen sollten – vermutlich unter Einschaltung der römischen Behörden – auch ins Gefängnis gebracht werden. …

Christus macht ihnen bewusst, was sie trotz allem für einen Reichtum bei sich tragen. Ein jüdischer Christ, der wegen seines Glaubens und seiner Missionstätigkeit in Rumänien 14 Jahre Gefängnis erlitten hatte und endlich 1964 von den USA freigekauft wurde, berichtet: ‚Als ich aus dem Gefängnis herauskam, war ich wie einer, der von einem Berggipfel heruntersteigt, wo er kilometerweit den Frieden und die Schönheit der Landschaft geschaut hat und nun ins Flachland zurückkehrt. In meiner einsamen Zelle hatte ich nämlich die Entdeckung gemacht, dass es jenseits von Glaube und Liebe noch eine Freude in Gott gibt, eine ganz besondere, tiefe Verzückung des Glücks, der nichts auf der Welt gleichkommt.’

Ein Pfarrer aus dem Sudan sagte jetzt am 12. November in Berlin anlässlich eines Gottesdienstes für verfolgte Christen: ‚Verfolgung ist nicht nur Not. Sie ist auch Geschenk Gottes durch das er uns formen will, so dass wir seinem Ziel dienen können.’ …“

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